Ein Clean-Flow-Pasteur: die Grundlage für eine sichere und konsistente Milchproduktion

Ein ordnungsgemäß gereinigter Durchlaufpasteur ist bei der Herstellung von Milchprodukten unerlässlich. Milch enthält von Natur aus Fette, Proteine, Laktose und Mineralstoffe. Beim Erhitzen und Verarbeiten hinterlässt sie Rückstände in Leitungen und Geräten, die sich nur schwer entfernen lassen. Ohne ordnungsgemäße Reinigung können Geschmacksabweichungen, Qualitätsprobleme oder sogar Ausfallzeiten auftreten – beispielsweise durch eine Verstopfung des Pasteurs. Eine gründliche Reinigung beugt diesen Risiken vor. In diesem Artikel erklären wir, wie ein Durchlaufpasteur funktioniert, wo Verunreinigungen auftreten und welche Reinigungsschritte für einen hygienischen und effizienten Produktionsprozess erforderlich sind.

Hygienischer Prozessbereich

So funktioniert ein Durchflusspasteur

Ein Durchflusspasteur erhitzt Milch kontrolliert und kühlt sie anschließend sofort wieder ab – ohne den Milchfluss zu unterbrechen. Ziel des Erhitzens ist es, schädliche Mikroorganismen abzutöten und die Haltbarkeit zu verlängern, bei möglichst geringem Verlust an Geschmack und Nährwert.

Der Prozess läuft in drei Phasen ab:

  1. Regeneration
    Die eingehende Rohmilch wird mittels Plattenwärmetauscher vorgewärmt. Während des Pasteurisierbetriebs findet ein Regenerationsprozess statt, bei dem bis zu 90 % der eingesetzten Wärme zurückgewonnen werden.
  2. Pasteurisierung
    Nach dem Vorwärmen wird die Milch durch einen Wärmetauscher mit heißem Wasser auf die eingestellte Pasteurisierungstemperatur geleitet. Dadurch werden die meisten Keime, wie z. B. Bakterien, abgetötet.
  3. Kühlung
    Die Milch wird mithilfe des Plattenwärmetauschers abgekühlt. Dabei wird die einlaufende kalte Rohmilch genutzt (Regenerationsprozess). Dadurch wird das System für den nächsten Milchdurchfluss vorbereitet.

Dieser effiziente, geschlossene Prozess macht einen Durchlaufpasteur ideal für mittlere bis große Milchverarbeiter, die Wert auf gleichbleibende Qualität und hohe Lebensmittelsicherheit legen.

Warum ist die Reinigung eines Durchlaufpasteurs schwierig?

Die Reinigung eines Durchlaufpasteurs ist mit besonderen Herausforderungen verbunden. Aufgrund der Struktur und des Betriebs des Systems können bestimmte Engpässe auftreten:

  • Hartnäckige Verunreinigungen durch Erhitzung
    Beim Pasteurisieren erhitzt sich die Milch, wodurch sich Proteine, Fette und Mineralien an den Wänden festsetzen. Diese Verunreinigungen sind schwieriger zu entfernen und daher schwieriger zu reinigen.

 

  • Kleine Kanäle im Wärmetauscher
    Die engen Passagen bieten viel Angriffsfläche für Schmutz. Dadurch kann sich Schmutz schnell festsetzen.
  • Niedrige Flüssigkeitsgeschwindigkeiten
    Die relativ niedrige Fließgeschwindigkeit der Milch in den kleinen Kanälen sorgt für weniger natürliche Reibung (mechanische Einwirkung), wodurch sich Verunreinigungen schwerer lösen können.
  • Keine direkte Sichtkontrolle
    Im Gegensatz zu einem Standpasteur lässt sich nicht leicht erkennen, ob Rohre und Wärmetauscher wirklich sauber sind.

Validierung: unerlässlich für eine zuverlässige Pasteurisierung

Der Validierungsschritt ist unerlässlich, um die korrekte Funktion des Durchflusspasteurs sicherzustellen. Dabei wird geprüft, ob das System unter realen Bedingungen die richtige Zeit-Temperatur-Kombination erreicht, um schädliche Mikroorganismen effektiv abzutöten.

Wichtige Validierungspunkte:

  • Überprüfung von Temperatur, Zeit und Durchflussrate.
  • Prüfung auf Abweichungen, die die Pasteurisierung beeinträchtigen können.
  • Dokumentation und Registrierung zur Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit (z. B. für HACCP).

    Kurz gesagt: Ohne gültige Pasteurisierung keine garantierte Lebensmittelsicherheit

    .

Schritt für Schritt: So läuft die CIP-Reinigung eines Durchlaufpasteurs ab

Eine gute CIP-Reinigung besteht aus mehreren Schritten, die präzise auf die Produktionsplanung abgestimmt sind. Dieser strukturierte Ansatz gewährleistet eine gründliche Reinigung der Anlage bei minimalen Ausfallzeiten.

Für die Produktion

  • Thermische Desinfektion (Wärmereinigung)
    Dieser Schritt stellt sicher, dass das System vor Produktionsbeginn mikrobiologisch sauber ist. Der Durchlaufpasteur wird mit heißem Wasser oder Dampf erhitzt, um vorhandene Mikroorganismen abzutöten.

Nach der Produktion

  • Vorspülen
    Der erste Spülschritt sorgt dafür, dass die meisten Milchrückstände aus den Leitungen und Geräten entfernt werden. Das Reinigungsmittel wirkt aufgrund der geringeren Verschmutzung effektiver.
  • Alkalische Reinigung
    Ein stark alkalisches Reinigungsmittel wie SynQ Blue CIP Extra löst Proteine ​​und Fette – selbst bei hohem Verschmutzungsgrad.
  • Spülen
    Eine Wasserspülung entfernt Laugen- und Schmutzrückstände.
    Regelmäßige Nachdosierung (wöchentlich oder je nach Verschmutzungsgrad).
  • Säurereinigung
    Ein saures Reinigungsmittel wie SynQ Red CIP entfernt mineralische Ablagerungen (wie Milchstein und Kalk), die sich während der Produktion und Erhitzung gebildet haben.
  • Spülen
    Nach der sauren Reinigung folgt eine Wasserspülung, um Schmutzrückstände und Säure zu entfernen.

Wann ist eine Reinigung angebracht?

Eine effektive CIP-Reinigung des Durchlaufpasteurs erkennen Sie an:

Vorspülen

Das Spülwasser ist klar und frei von Milchrückständen.

Reinigung

  • Der Betreiber hat bestätigt, dass die richtigen Reinigungsmittel dosiert wurden.
  • Das Spülwasser ist klar und ohne Milchrückstände.
  • Das Laugenwasser ist nicht mehr trüb oder verfärbt.
  • Die pH-Werte von Lauge und Spülwasser liegen innerhalb der erwarteten Werte. Dies kann mit einem pH-Streifen oder einem pH-Meter überprüft werden.

    Spülen

    Das Spülwasser ist klar und ohne Laugenrückstände.

    Es ist wichtig sicherzustellen, dass die gesamte Anlage, einschließlich der Rohrleitungen, gereinigt wurde. Darüber hinaus müssen die eingestellte Reinigungszeit und -temperatur erreicht und dokumentiert worden sein. Kontrollieren Sie nicht nur digital (z. B. über Sensoren oder pH-Meter), sondern immer auch mit den Augen. Die visuelle Kontrolle ist weiterhin ein wertvolles zusätzliches Kontrollinstrument. Kurz gesagt: Messen, dokumentieren und beobachten.

    Beratung und Support

    Möchten Sie mehr über die CIP-Reinigung erfahren oder ein Reinigungsprotokoll für den Durchlaufpasteur erhalten? Erwägen Sie die Anschaffung eines Durchlaufpasteurs? Dann wenden Sie sich an van C. van ‚t Riet Zuiveltechnologie.

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